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(Gem)Einsam

01 Okt

Das Gefühl der Einsamkeit hat wohl schon jeder einmal zu spüren bekommen. Besonders tritt es dann auf, wenn man auf einem Schulhof voller Schülergruppen steht und man selbst steht alleine rum. Man merkt, wie Blicke einen streifen und fühlt die Gedanken der Verachtung geradezu. Wie sehr wünscht man sich in solchen Fällen in eine Gemeinschaft hinen. Wie glücklich war auch ich von anderen angesprochen zu werden, zu merken, dass man nicht ausgegrenzt wird. Aber es sind genau die Momente, in denen man sich am unwohlsten fühlt. Die anderen erwarten für die Gemeinschaft etwas und man selbst wünscht sich wieder allein zu sein. Zumindest auf eine andere Art allein zu sein, denn selbst gemeinsam ist man einsam – wie das Wort selbst es ja bereits vermuten lässt. Vielleicht noch einsamer als allein, da die wahre Identität versteckt wird und die ernsteren Dinge einfach beiseite geschoben werden.

Ein Besipiel: Ich habe mich immer gefreut, wenn L. mich zu sich einlud. Doch war ich bei ihr zu Hause gab es nur die Themen Lehrerlästern, Kollegenlästern, Partnerschaften (wer mit wem?) – und ich wünschte mich wieder nach Hause.

Welche Einsamkeit ist besser? Welche ist angenemer zu ertragen? Eigentlich keine von beiden – ich wünschte nur, ich müsste nicht so oft darüber nachdenken.

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Verfasst von - 1. Oktober 2006 in Sprache

 

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