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Die Bilanz des Jahres 2006

01 Jan

Das letzte Jahr war zugleich eines der schönsten und eines der grausamsten Jahre meines bisherigen Lebens.

Meine Freundin wollte schon das ganze Jahr nichts mehr mit mir zu tun haben, hat das aber erst im Juni tatsächlich umgesetzt. Das hat mir sehr viel Leid eingebracht, ebenso wie die Tatsache, dass ich am Anfang des Jahres mich fast geweigert habe weiter in die Schule zu gehen. Dazu kam der schlimmste und gewaltigste Schritt auf das Erwachsenenleben zu: mein 18. Geburtstag. Eine Woche später wurde ich vom Auto angefahren und wurde gegen meinen Willen am Tag meiner Bioklausur operiert, die ich dann nachschreiben musste. 2006 waren die ersten Sommerferien meines Lebens (an die ich mich erinnern kann), in denen ich mir nichts vorgenommen hatte – außer Autofahren. In denselbigen Sommerferien verließ mich mein Opa und ich wurde dazu genötigt der zweiten Beerdigung meines Lebens beizuwohnen. Noch dazu plagte mich fast das ganze Jahr über der Gedanke, dass ich eigentlich längst wissen sollte, was ich studieren will, oder zumindest worin meine Interessen liegen.

Andererseits war das Jahr 2006 das erste Jahr, das ich komplett mit Dekar teilen durfte. Zumindest haben wir uns jeden Tag gelesen/gehört, was im vorigen Jahr noch nicht so ganz geklappt hat. ;) Im Januar 2006 durfte ich die Schule wechseln – das beste was mir im schulischen Rahmen überhaupt passieren konnte. Mit diesem Schritt haben sich meine Schulnoten schlagartig verbessert und nach etwa einem halben Jahr habe ich sogar das Misstrauen den Schulkollegen gegenüber abgelegt. Meine Facharbeit habe ich doch noch geschafft – entgegen aller Erwartungen – ebenso den Führerschein, was wohl niemand mehr geglaut hätte (vor allem, dass ich es beim ersten Anlauf schaffe und das am Tag der Beerdigung..). Außerdem kann ich jetzt meine Oma ganz oft sehen, seit sie zu uns gezogen ist, was mit sich brachte, dass ich lernen durfte (immer optimistisch denken), wie man Omas Zähne pflegt, wie man ihr das Essen bereiten darf, wie man sie auf die Toilette begleitet und wie man „Nachttöpfe“ reinigt. Dazu habe ich den ersten Vorgeschmack erhalten, wie es ist Mutter zu werden und 24 Stunden am Tag auf einen Menschen aufpassen, an ihn denken und nachts aufstehen zu müssen etc. In meiner sozialen Entwicklung hat sich auch einiges getan: Im letzten Jahr bin ich viel offener und ein wenig extrovertierter geworden und war stückchenweise sogar dazu bereit meine Misanthropie abzulegen.

Für das nächste Jahr wünsche ich mir ein weiteres komplettes Dekarjahr, in dem ich mein Abitur mit 1,0 bestehe, ich mein Wunschstudium finde und ich an meiner Wunschuniversität aufgenommen werde. Auch wenn wohl mindestens einer dieser Wünsche nicht erfüllt werden kann, hoffe ich das beste. Auch wäre es mir lieb, wenn ich das Leid über die verlorengegangene Freundin endlich überwinden könnte.
Ich wünsche euch allen ein frohes Jahr 2007, in dem ihr alles erreicht, was ihr euch vorgenommen habt.

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Verfasst von - 1. Januar 2007 in Erlebtes

 

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