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Philharmonie und Erinnerungen an längst vergangene Zeiten

26 Feb

In längst vergangenen Zeiten war ich tatsächlich mal Mitglied einer hochberühmten Arbeitsgemeinschaft, die die Ehre hatte, bei den wichtigsten Treffen unserer Region zugegen sein zu dürfen. Sogar ein Rotarytreffen haben wir begleitet oder auch den 50. Geburtstag der Cochemer Sesselbahn neben mehreren Gottesdiensten und Schlkonzerten. Letztere waren die einzigen Gelegenheiten, bei denen wir kostenlos auftraten und so haben wir mit unserer Musik ein Heidengld verdient. Einmal waren wir schon in Köln, haben uns das Musical Jekyll&Hyde angesehen und haben in der Jugendherberge genächtigt. Da unsere Arbeitsgemeinschaft nun wegen unseres fortgeschrittenen Alters auseinanderzubrechen droht, haben wir uns ein weiteres Mal in Köln versammelt, um das restliche Geld zu verprassen. Mit unseren nicht gerade billigen Karten für ein Konzert in der Kölner Philharmonie in der Tasche und einem 50€-Schein in der Hand ging zunächst jeder seiner Wege und ich wurde zunächst von meiner Lehrerin für eineinhalb Stunden in einem Bücherladen ausgesetzt. Die Entscheidung fiel zwar schwer, doch konnte ich mich auf nur drei Schinken reduzieren, die ich einfach mitnehmen musste. Nachdem ich wieder von meiner Lehrerin abgeholt worden war, setzten wir uns in ein Café und tranken Kaffee und aßen zu Abend. Dabei traf unser Gespräch natürlich das Thema Exstufe und während mir meine Lehrerin von ihr erzählte, von der Kursfahrt, bei der sie dabeiwar und von ihrer Meinung über die Stufe, kamen unweigerlich Erinnerungen. Erstaunlich war es dennoch, dass sie Namen aussprach, bei denen es lange dauerte, bis ich mich an das zugehörige Gesicht erinnern konnte, obwohl ich meine gesamte Mittelstufenzeit mit ihnen verbracht hatte.

Später trafen wir uns dann mit den anderen vor der Philharmonie und der Tag wurde – mit Ricolabonbons und unterdrücktem Reizhusten – bei einem richtig tollen Konzert des Orchestra di Santa Cecilia di Roma beendet.

Gespielt wurde das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 von Sergej Rachmaninow und die Sinfonie Nr. 1 D-Dur ‚Der Titan‘ von Gustav Mahler. Die Sinfonie gefiel mir eindeutig besser. ;) Das Orchester war einfach super und von der Akkustik möchte ich est gar nicht sprechen. Atemberaubend, herrlich! Sogar drei Zugaben wurde den geduldigen Zuhörern gewährt.

Natürlich war es klar, dass wir uns auf der Heimfahrt total verfahren würden und erst um 1:00 Uhr wohlbehalten im Bett liegen würden.

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Verfasst von - 26. Februar 2007 in Erlebtes

 

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