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Nachtrag zum Tag des Buches am 23.04.

26 Apr

Die Woche vor dem Tag des Buches am 23.04. durfte ich mit einem Praktikum in einer Bücherei verbringen. Natürlich hatten wir das Buch „Ich schenke dir eine Geschichte 2007“ bereits im Lager und die Schüler, die dieses Jahr in der Schule alle einen Gutschein für ein solches Buch bekommen hatten, um sicherzugehen, dass diese das Buch auch wirklich holen, tauschten diese bei mir gegen die Büchlein ein. Ich selbst habe auch mal in das Buch reingelesen. Es ist schon furchtbar, dass man die Jugend mit solch einem Buch zum Lesen motivieren möchte. Da sollte man echt mit etwas Besserem aufwarten.

Auf onezblog.de habe ich ein kleines Lesestöckchen gefunden, das ich nachträglich auch gerne beantworten möchte, obwohl es mir nicht einmal zugeworfen wurde. Man möge mir das verzeihen.

Lesestöckchen

[…]

Was wäre das Leben ohne lesen?
– Furchtbar langweilig und nur halb so spannend.

Gebunden oder Taschenbuch?
– Ich musste letztens feststellen, dass Taschenbücher nach Jahren auseinanderfallen, wenn man sie versucht, erneut zu lesen. Gebundene Bücher sind mir also viel lieber, ich kaufe mir aber meistens nur Taschenbücher.

Amazon oder Buchhandel?
– Wenn ich weiß, dass ich ein ganz bestimmtes Buch haben möchte, dann tut’s zur Not auch Amazon, obwohl ich zugegebenermaßen nur selten etwas über Amazon bestelle. Buchhandlungen haben für mich etwas Magisches und um neue Bücher zu finden, muss ich unbedingt auch die ersten paar Seiten sehen. Wenn ich wüsste, dass Buchhandlungen eine Zukunft hätten, würde ich selbst eine eröffnen. ;)

Lesezeichen oder Eselsohr?
– Ich bekomme immer das große Schaudern, wenn ich die Eselsohren in den Büchern meiner Mutter sehe. In dem Sinne sind mir Bücher heilig. Als Lesezeichen benutze ich, was mir gerade in die Finger kommt: Fahrkarten, Papierschnitzel, Kalenderblätter, kleine Bildchen, etc. Besonders fasziniert mich die Leseart Dekars: Er benutzt gar keine Lesezeichen. Wenn ich also gerade mal nichts zur Hand habe, schlage ich das Buch auch so zu und vertraue darauf, dass ich die Stelle wiederfinde – auch wenn das für gewöhnlich etwas länger dauert. Ganz furchtbar ist es, ein aufgeschlagenes Taschenbuch einfach mit dem Einband nach oben zu legen. Das ergibt immer diese furchtbar hässlichen Knicke. :(

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
– Im Normalfall sortiere ich nach Autor. Überall, wo ich hinkäme würde ich nach Autor sortieren, nur bei mir in den Regalen ist nach Beliebtheit beziehungsweise Art der Bücher sortiert. Ganz oben die Bücher von Funke, der Beliebtheit nach geordnet, die Pullmantrilogie und Harry Potter. Ganz unten sind Bücher, die ich höchstens einmal gelesen habe. Zumindest der Theorie nach. Aus Platzmangel müssen sich diese Bücher den Platz mit meinen alten Märchenbüchern und Klassikern wie „Mio, mein Mio“ teilen, die ich früher so geliebt habe.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
– Wegwerfen??? Banausen! Ich würde alle Bücher behalten, obwohl ich zur Zeit mit dem Gedanken spiele, einige sehr schlechte Mangas (Fehlkauf!) eventuell bei ebay zu verhökern.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
– Nur zum Lesen werden die Umschläge abgenommen, damit die Umschläge nicht kaputt gehen. Ist das nicht paradox? Aber wenn die Bücher dann äußerlich einige Kratzer bekommen, sieht mans wenigstens nicht mehr, wenn wieder der Schutzumschlag drauf ist.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
– siehe oben; ich nehme ihn ab

Kurzgeschichten oder Roman?
– Auf jeden Fall Romane.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
– Solange Harry Potter noch keinen Durchbruch hatte, fand ich ihn toll. Ganz ehrlich: Ich finde Rowling super! Nur die Massenhysterie, die derzeit darum betrieben wird ist furchtbar.
Von Lemony Snicket habe ich noch nie etwas gehört und habe mich also bei Wikipedia mal erkundigt. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich mich nun also zwischen einem Buch und einem Autoren entscheiden soll…

Aufhören, wenn man müde ist, oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
– Wenn ich müde werde gucke ich mal, wo das nächste Kapitel aufhört. Wenn das zu weit entfernt ist, lege ich das Buch aus der Hand, sobald ich einen Absatz erreicht habe und meine Augen sich weigern, noch weiterzulesen.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?
– Märchen sind toll, aber ernsthafte Romane sollten nicht mit einer Vorstellung von Ort, Zeit, Personen und Handlung beginnen. Ich finde es lächerlich, dass diese Kriterien in der Schule gelehrt werden.

Kaufen oder leihen?
– Kaufen. Eigentlich ist es lächerlich, jedes Buch besitzen zu wollen, das man gelesen hat, aber ich merke, dass mir die Bücher, die ich mir nur ausgeliehen habe, nach Jahren vermisse. Ich wünschte, ich könnte sie nur mal wieder in die Hand nehmen.

Neu oder gebraucht?
– Alte Bücher haben etwas Ehrfurchtgebietendes. Nur Taschenbücher, die dann beim Lesen auseinanderfallen sind nicht so erfreulich. Letztendlich ist es mir egal, hauptsache das Buch hält.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
– Meistens Empfehlungen meiner Eltern. Seit neuestem traue ich mich aber auch, nach dem Stöbern eine Kaufentscheidung zu treffen.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
– Am liebsten ein in sich geschlossenes Ende. Das Ende enttäuscht mich trotzdem meistens.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
– Immer wenn ich Zeit habe. Zur Zeit ist das morgens, mittags und abends. ;)

Einzelband oder Serie?
– Darf man Trilogien auch zu Serien zählen? Serien klingen immer so negativ, aber wenn es nicht langweilig wird, lese ich auch gerne Bücher der Fünf Freunde beispielsweise-

Lieblingsserie?
– Wahrscheinlich muss ich an dieser Stelle meinen Lieblingsmanga nennen: GTO. Mangas sind nach meinem Verständnis allesamt Serien. ;)

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
– Die Schriftstellerin Amélie Nothomb scheint kaum jemand zu kennen. Ansonsten sollte jeder mal auf jeden Fall „Die Hexe von Paris“ von Riley lesen.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
– Letztes Jahr? Moment… das müsste „Métaphysique des tubes“ von Nothomb gewesen sein. Ich habe aber kaum Bücher gelesen, so weit ich mich erinnern kann.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
– Michel Houellebecq: Plateforme (Wir haben das Buch in der Schule angefangen und ich will mich wirklich bis zum Ende quälen. Auf Seite 161 ist das Buch immer noch furchtbar. Vielleicht kommt das Gute daran noch?)
– Joshua Ferris: Wir waren unsterblich (Das Buch erscheint erst am 2.Mai. Das muss ich einfach erwähnen. Es leben die Leseexemplare! Das Buch ist nur empfehlenswert)
– Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem (Das Buch ist so toll, dass es mich fast dazu drängt, doch noch Astrophysik zu studieren. ;) )
– Prof. Dr. Jutta Limbach: Ausgewanderte Wörter (Eine Sammlung von Germanismen in anderen Sprachen. Ich weiß nur nicht genau, wie seriös die einzelnen Beiträge sind, da noch nicht einmal die bösen Rechtschreib- und Grammatikfehler der Zusendungen verbessert wurden.)

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
– DAS absolute Lieblingsbuch gibt es nicht. Es gibt viele gute Bücher, leider aber viel zu wenige.

Der Definition eines Stöckchens nach, müsste ich es jetzt weiterwerfen, das möchte ich nicht unbedingt, auch wenn mich besonders Dekars, Charlies und Nerothos Meinung dazu interessieren würde.

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9 Kommentare

Verfasst von - 26. April 2007 in Bücher

 

9 Antworten zu “Nachtrag zum Tag des Buches am 23.04.

  1. soeren onez

    26. April 2007 at 10:34

    Eigentlich finde ich Stöckchen nicht so interessant, für dieses habe ich eine Ausnahme gemacht, weil mich wirklich interessiert, wie andere Menschen lesen. Schön, dass du es dir geschnappt hast.

     
  2. Bernhard

    26. April 2007 at 23:57

    „Plattform“ von Michel Houellebecq in der Schule. Das ist wirklich gewagt.

     
  3. Kiya

    27. April 2007 at 08:16

    Meine Lehrerin wollte mit uns ein Buch lesen, das sie selbst noch nicht kannte. Sie kannte von Houellebecq nur das Buch „Les Particules élémentaires“ (nur vom Hörensagen her, glaube ich) und war hinterher genauso entsetzt wie ich und bat uns, mit dem Buch bitte nicht zum Schulleiter zu gehen. ;) Aber wie gesagt: Ich warte noch auf das Ende, an dem vielleicht klar wird, dass der Autor uns diese böse Geschichte nur aufzeigt, um uns etwas ganz Bestimmtes, Positives zu zeigen (auch wenn ich da vielleicht umsonst warte -.-‚ ).

    Gruß
    Kiya

     
  4. Bernhard

    27. April 2007 at 11:45

    Hi Kiya,

    wirklich eine ungewöhnliche Schullektüre. Houllebecq kommt mir manchmal vor, wie der Spruch vom Autounfall: „Man will nicht hin- kann aber auch nicht wegsehen“.

    Vielleicht weißt Du was ich meine ?

     
  5. David

    28. April 2007 at 15:36

    Komisch, dass alle sagen, Lemony Snicket sei ihnen kein Begriff. Da gab’s doch vor 2 Jahren den Film mit Jim Carrey.
    Ich wollte letztens auch ein Buchstöckchen starten, das hat sich jetzt wohl erübrigt, nachdem dieses hier die Runde macht. Fehlen allerdings viele Sachen, die mich interessiert hätten, vielleicht warte ich ein wenig und werfe dann auch mal mit einem Stöckchen um mich.
    Z.B. Lese ich englische Bücher grundsätzlich im Original und mich würde interessieren, wie andere das handhaben. Denn wir wissen ja, jede Übersetzung ist auch eine Interpretation und ich will meine Bücher lieber selbst interpretieren, als das von einem, oft unfähigen, Übersetzer machen zu lassen. Wie die Leute zu verfilmten Büchern stehen, fände ich auch spannend zu erfahren.
    GTO find ich auch cool ^^

     
  6. Charlie » Tag des Buches

    28. April 2007 at 20:18

    […] Von Kiya habe ich indirekt ein Stöckchen zugeworfen bekommen, welches ich mir einfach mal geschnappt habe, um auch mal wieder etwas zu schreiben. Um dem Tag des Buches doch noch ein wenig Tribut zu zollen. […]

     
  7. Kiya

    29. April 2007 at 08:42

    @ Bernhard: Ich kann mir den Spruch auf zwei Möglichkeiten vorstellen:
    1. Eigentlich will ich das Buch nicht lesen, weil ich es so furchtbar finde, kann aber trotzdem nciht aufhören, es zu lesen (Das stimmt, ich will ja unbedngt das Ende wissen ;) )
    2. Über die Themen, über die Houellebecq schreibt, will man nichts mehr wissen, man darf vor solchen unbeliebten Themen aber nicht die Augen verschließen.

    @David: Ich mache mir nicht allzuviel aus Filmen. Daher habe ich keine Ahnung. *g*
    Manche Übersetzer finde ich auch furchtbar. Die schlimmste Übersetzung, an die ich mich jetzt so direkt erinnern kann war bei „Das Geheimnis der Konkubine“. Ansosnten ist meiner bescheidenen Meinung nach Klaus Fritz manchmal ein wenig durcheinander, wenn er Harry Potter übersetzt. Bis heute weiß ich cniht, ob Justin ein Junge oder ein Mädchen ist.
    Verfilmte Bücher mag ich grundsätzlich nicht. Die meisten scheint es nciht zu stören, weil sie die Bücher nie gelesen haben. Im Deutschunterricht haben wir von Süskind gemeinsam „Das Parfum“ gelesen und hinterher haben wir uns den Film angesehen, der damals neu rausgekommen ist. Jeder fand den Film im Gegensatz zum Buch furchtbar. Ich stand mit meinen Lobreden zum Film alleine dar, denn seltsamerweise fand ich den Film recht gut gelungen! Zumindest im Gegensatz zu manchen anderen Filmen..

    Gruß
    Kiya

     
  8. Nerothos » Lesestöckchen

    29. April 2007 at 17:31

    Ich habe dieses Stöckchen von Ria (an den Kopf geschmissen :D ) bekommen, die es ihrerseits von Kiya bekam … da unsere Meinung gefragt wurde (omg! oO“ ) antworte ich mal in der üblichen Art und Weise: Absolut „arschloch-like“! *grinst*[…]

     
  9. Bernhard

    30. April 2007 at 11:56

    Stimmt beides – wobei ich auch noch meinte – es ist teilweise schreckliches Zeug, das aufgrund seiner unverhohlenen Darlegung, eine starke Faszination ausübt. Ich glaube, was Houllebecq auf jeden Fall schaftt, ist uns aufzuzeigen, wie unsere Gesellschaft moralische Grenzen überschreitet und was dies für Folgen haben kann.

     

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