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Existenzialismus

03 Jun

Wir sind nicht alleine für unser Leben verantwortlich. Verantwortung übernimmt man erst für sich selbst, wenn man beginnt, erwachsen zu werden. Es ist also bei jedem Menschen unterschiedlich, aber bei keinem ist die Verantwortung direkt von Geburt an da. Zu diesem Zeitpunkt sind unsere Eltern noch für uns verantwortlich. Sie übernehmen Entscheidungen und erziehen uns. Sie legen fest, wie wir etwas Gesagtes oder Getanes aufnehmen, was wir als normal und was als verachtenswert erachten. Ja, sie können unter Umständen die Leitbahnen für unser gesamtes Leben legen, indem sie uns ein Instrument lernen lassen, ein anderes nicht, indem sie uns mit jemandem Kontakt haben lassen, mit jemand anderem nicht.
Es ist also falsch, zu behaupten, die Menschen seien am Anfang alle gleich.
Wenn jetzt aber ein Existenzialist sagt, ein Mensch sei dafür selbst verantwortlich, ob er in seinem Leben glücklich ist oder nicht, stimmt das in den Grundsätzen vielleicht, ist aber höchst ungerecht. Denn der eine mit der schwierigen Kindheit wird es viel schwerer haben in seinem Leben zufrieden zu werden als ein anderer, der bessere Vorraussetzungen hat; obwohl natürlich eine glückliche Kindheit keine Garantie für ein glückliches Leben ist, das ist klar. Aber wo bleibt denn die Gerechtigkeit? Wer darf darüber entscheiden, wer es schwerer haben wird und wer nicht? Ist der Existenzialismus nicht höchst unbefriedigend in dieser Hinsicht?

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Verfasst von - 3. Juni 2007 in Gedanken

 

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