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Traurige Religion

20 Jun

Endlich kam ich dazu, meine neue GEOEpoche mit dem Thema Buddhismus zu lesen. So habe ich auch mal wieder darüber nachgedacht. Dass der Buddhismus keine Religion für mich ist liegt nicht etwas an den Lehren, die mir prinzipiell recht vertraut vorkamen. Man vergleiche nur mal den edlen achtfachen Pfad, der mir mit den christlichen Tugenden sehr zu vereinbaren scheint. Nein, das Hauptmanko des Buddhismus ist für mich die Lebensverneinung. Ein ganz einfaches Beispiel: Jeder Buddhist will nur aus diesem furchtbaren, leidvollen Leben austreten. Warum er überhaupt in der Welt ist, das interessiert ihn gar nicht. War das nur ein Versehen? Von Göttern kann die Welt nicht geschaffen worden sein, denn diese sind selbst nicht ewig, also auch erst mit der Welt entstanden. Man will also nicht wissen, wo das Leben herkommt, sondern wie man es für alle Mal beenden kann. Auch wenn viele mit dem Kreationismus vielleicht nicht übereinstimmen, zeigt dieser, dass das Christentum (ja, auch Judentum und Islam – wegen mangelnder Kenntnis spreche ichhier nur vom Christentum) eine Lebensbejahende Religion ist. Auch wenn sich hierüber die Geister auch wieder scheiden mögen. Dass nach dem Tod eine neue Welt für Christen wartet, bedeutet nicht, dass diese unsere Welt belanglos ist.
Nun aber kommt die erschreckendste Tatsache: Siddharta Gautama – der Buddha – mochte keinen Gesang! „Gesang habe den Mönchen als „Geheul“ zu gelten, Tanzen als „Wahnsinn“ und Lachen als „kindisch“. Musik, Malerei oder Schauspiel: Buddha lehnt die Kunst generell ab, denn die wühle den Menschen auf, statt ihn zu Gleichmut und Entrücktheit zu führen.“ So Cay Rademacher in der GEOEpoche Nr. 26 „Der Buddhismus“. Nachdem ich in der GEO mit dem Artikel „Glückserlebnis Singen“ weiterhin zu meinen Tönen ermutigt wurde, klingt das echt banal und macht den Buddhismus so zu tristesten aller Weltreligionen. Das Singen wollte ich mir nicht nehmen lassen.

Gesungen habe ich schon immer und habe erst aufgehört meine Stimme vor anderen Leuten preiszugeben, als mir eine Art Freundin sagte, ich könne nicht singen. :/ Das Selbstwertgefühl wurde erst in letzter Zeit wieder ausgegraben und ich singe auch wieder vor anderen Leuten und nicht nur in meinem Kirchenchor, den ich schon seit sechs Jahren besuche. Dort trällere ich weiterhin meine Lieder und weiß, dass ich niemals zum Buddhismus wechseln könnte.

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Verfasst von - 20. Juni 2007 in Erlebtes, Gedanken

 

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