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Lebenszeichen

10 Feb

Mal gucken, ob ich noch lebe. Hmm, Arme und Beine sind noch da, der Kopf ist auch noch dran. Wow! Ich habe es überlebt, woran ich selbst kaum noch glauben konnte! Was ist geschehen? Ich habe meine allerersten Uniklausuren geschrieben (4 Klausuren in vier Tagen mit Stoff fü mindestens 8 Klausuren) und die Unkenntnis über die Verfahrensweise der Uni hat mir schier die Nerven gestohlen. Einige arme Kommilitonen mussten einige meiner Anfälle auch noch mit ansehen. Aber egal: Es ist hinter mir, es ist überstanden, es ist vorbei und ich bin frei. Acht Wochen lang Semesterferien, in denen ich hoffentlich noch zu einem Praktikum in Frankreich komme (Nein, das ist überhaupt nicht kurzfristig! Immerhin habe ich die letzten Monate darüber nachgedacht, wie ich zu einem Praktikum gelangen könnte und jetzt endlich ist es mir eingefallen!).
Jetzt kann ich mich wieder auf machen und gaaanz viel literarisch anscheinend nicht Relevantes zu lesen. Mein Bücherberg auf dem Schreibtisch an Lektüre, die ich mir vorgenommen habe, wächst noch stetig: Nachdem ich alle zwanzig Bände von Zolas Zyklus der Rougon-Maquart und auch sämtliche Werke Jules Vernes gelesen habe, nehme ich mir Tolstoi und Zimmer-Bradley vor, sowie Hesse, Mann, Funke und Ogilvy.
Jeder, der sich vielleicht fragt, was man denn so besonderes, anderes lernt, wenn man Deutsch-Französische Studien studiert, dem sei versichert: gar nichts. Wir machen dasselbe Programm durch wie all die anderen Studenten auch, wir haben nur den Vorzug, in der Germaistikklausur Punkte wegstreichen zu dürfen. War ich am Anfang noch total begeistert von dem System der Uni, bin ich jetzt doch etwas enttäuscht: alles ist so einseitig und spätestens wenn der dritte Dozent mit der Teichoskopie oder den drei „aristotelischen“ Einheiten kommt, fragt man sich, warum man eigentlich gerade in der Uni sitzt. Für das nächste Semester habe ich nun auch noch acht Stunden weniger in der Woche, wobei ich dieses Semester schon Zeit im Überfluss hatte (zumindest immer wieder periodisch). Nun, ob die Klage über Langeweile berechtigt war, werde ich sehen, wenn ich meine Prüfungsergebnisse erhalte. ;) Trotzdem habe ich vorsorglich schon einmal das Vorlesungsverzeichnis konsultiert. Dummerweise kann man sich Dank neustem elektronischen Anmeldesystem nur für die Kurse anmelden, die auch für den Studiengang relevant sind und man darf im Bachelor sowieso nur 12 Punkte zusätzlich erarbeiten, die ich allein durch Italienisch voll habe. Zumindest hat mir das der freundliche Herr am Telephon das erklärt, dem ich glaube, weil er so allwissend klang und ich mir nicht wirklich die gesamte Prüfungsordnung durchlesen möchte.
Nun ja, abgesehen von solchen Lächerlichkeiten wie abwechselnder Langeweile und Nervenzusammenbrüchen mag ich die Uni trotzdem und will immer noch nicht weg davon. Es lebe die Uni!

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Verfasst von - 10. Februar 2008 in Allgemein, Studium

 

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