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Karfreitag: Alles in Scherben

06 Apr

Kunstaktion: ScherbenDas Thema des heutigen Karfreitags in unserer Gemeinde lautet: Hoffnug zerbricht. In einer Kunstaktion wurden Flaschen und Gläser zerhämmert und in Scherben geschlagen. Dabei wurden Texte gelesen, die von Situationen handeln, in denen etwas zerbrochen ist: eine Freundschaft, eine Beziehung, Träume, Vertrauen, Selbstwertgefühl.

Heute ist ein Tag des allgmeinen Innehaltens und Nachdenkens über unser Leben, unsere Hoffnung und über unsere Vergänglichkeit. Und das Schöne am heutigen Tag ist, dass wir genau wissen, dass er vorbeigehen wird. Man kann sich getrost seinen Grübeleien hingeben, ohne Angst haben zu müssen, die Sorgen und Ängste würden uns überwältigen, weil das Ende dieses Insichkehrens bereits im Vorhinein feststeht.

Vor einem Scherbenhaufen stehe ich derzeit zum Glück nicht. Das neue Semester hat begonnen und bringt Hoffnung und viele gute Vorsätze mit sich. Meine Zukunftsvorstellungen sind momentan vollständig rosig.
Aber ich kenne das Gefühl, vor einem solchen Haufen zu stehen und den Glauben, dass nichts mehr funktioniert, dass es nie wieder besser werden kann. Darüber werde ich heute -und morgen?- wohl noch ein wenig nachgrübeln, denn anscheinend bin ich immer wieder von dieser Überzeugung abgekommen. Außerdem werde ich über Zukunftsträume sinnieren. Das alles bei einem schönen Spaziergang im Sonnenschein, der rechtzeitig zu den Ostertagen eingetroffen ist – und hoffentlich noch eine Weile bleiben wird.

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6 Kommentare

Verfasst von - 6. April 2012 in Erlebtes, Gedanken

 

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6 Antworten zu “Karfreitag: Alles in Scherben

  1. calichino

    6. April 2012 at 16:28

    Ui, schöner Artikel!

     
    • Kiyachan

      6. April 2012 at 16:30

      Vielen Dank!

       
  2. Nenemama

    7. April 2012 at 13:41

    Beim Nachdenken kommen immer wieder Scherben aus meinem Leben hoch. Zum Glück merke ich sie im Alltag nicht oft. Nur, wenn ich Zeit zum Nachdenken habe – wie gerade jetzt – kommen Verletzungen hoch, die ewig lange her sind. Interessanterweise sind es auch Verletzungen, die ich glaube, anderen angetan zu haben. Vielleicht haben die anderen Menschen das gar nicht als solches registreirt, aber mich beschäftigen meine verletzenden Worte oder mein verletzendes Verhalten.
    Nun habe ich eine ganz gute Merhode gefunden, damit klar zu kommen. Ich schaue mir also alles genau an, nehme es einfach wahr. Danach versuche ich, die Scherbe loszulassen. Das tut ganz gut und funktioniert.
    Der Gedanke, dass sich aus Scherben auch wieder etwas Neues, Kreatives bauen lässt, kommt dann sicher an Ostern in eurer Gemeinde? Dem würde ich zustimmen.

     
    • Kiyachan

      7. April 2012 at 14:33

      An solche verletzenden Worte habe ich gestern auch noch denken müssen. Es stellt sich die Frage: Wem tun diese verletzenden Worte mehr weh? Dem, der sie sagt, der, der sie zu hören bekommt. Und wer vergisst diese Worte schneller? Man kann zumindest davon ausgehen, dass bei jedem bösen Wort irgendwo Scherben oder Splitter entstehen.
      Vielleicht ist es gar nichht so gut, einen Tag des Innehaltens zu haben, weil auch das alles wieder hockommt. Wer weiß. Aber wenn dui eine Methode gefunden hast, damit umzugehen, freut mich das. Das Loslassen muss ich wohl noch üben…

       

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