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Internationaler Tag des Ehrenamtes

05 Dez

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Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes. Für mein Praktikum war ich heute mit der Kamera unterwegs, um einer Veranstaltung beizuwohnen, auf der Ehrenamtliche sich und ihre Arbeit vorstellen konnten. Die Atmosphäre war sehr herzlich und alle Anwesenden waren überdurchschnittlich gesprächig, möchte ich behaupten. Aber da war eine Sache, die mir einfach nicht aus dem Kopf ging.
Ehrenamtliche Arbeit ist wichtig für die Gesellschaft und ein wesentlicher Baustein. Aber wäre es nicht besser, wenn sie gar nicht erst nötig wäre, weil Nachhilfe, Besuchsdienst, verteilte Mahlzeiten und Ähnliches ganz einfach bezahlt würden? Natürlich nicht von demjenigen, der die Dienstleistungen in Anspruch nimmt – vermutlich gibt es für alle Angebote, die von Ehrenamtlichen kostenfrei angeboten werden auch eine kostenpflichtige Variante. Aber es könnte eine Einrichtung geben, die Besuchsdienste für Krankenhauspatienten ohne Angehörige finanziert, oder nicht? Nehmen Leute, die ihre Arbeitskraft unentgeltlich anbieten, anderen die Möglichkeit einer bezahlten Arbeit?
Schließlich trage auch ich mit meinem freiwilligen, unbezahlten Praktikum dazu bei, dass immer mehr Arbeit auf unbezahlte Freiwillige abgewälzt werden kann, die auch noch glücklich darüber sind, überhaupt eine Praktikumsstelle gefunden zu haben. Schließlich soll der Lebenslauf ja etwas hergeben. Man könnte ja auch an die gleiche Stelle jemanden setzen, der Geld für die Arbeit erhält und der dann nicht alle paar Wochen oder Monate neu eingewiesen werden muss. Und eine neueArbeitsstelle wurde geschaffen.

Das ist genug Stoff, um die ganze Nacht darüber nachzugrübeln…

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2 Kommentare

Verfasst von - 5. Dezember 2012 in Allgemein, Erlebtes, Gedanken

 

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2 Antworten zu “Internationaler Tag des Ehrenamtes

  1. Nenemama

    6. Dezember 2012 at 17:54

    Richtig, das mit dem Ehrenamt ist eine zweischneidige Sache und kommt dem Staat sehr recht – weil billig. Auf der anderen Seite wird es immer Menschen geben, die sich gut fühlen, wenn sie sich ehrenamtlich engagieren dürfen. Diese Menschen tun nicht nur anderen, sondern vor allen Dingen sich selbst etwas Gutes. Das darf man auch nicht vergessen!

     
    • Kiyachan

      10. Dezember 2012 at 15:12

      Da hast du vermutlich Recht. Ehrenamtliche Arbeit sollte also nicht verboten werden (und das kann sie ja auch gar nicht). Aber immerhon kann man für sich selbst daraus ziehen, dass man sich nur engagieren muss, wenn man den Drang dazu verspürt, nicht weil man das Gefühl hat, die Welt wäre dann vielleicht ein Stückchen gerechter – oder weil man diesen Punkt gerne noch auf dem Lebenslauf stehen hätte, wenn man sich für seinen allerersten Job bewirbt.

       

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