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Gibt es eine Zeit für Trauer?

09 Dez

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Advent, das ist eine Zeit der freudigen Erwartung. Vier Wochen lang warten wir auf das Kind, dessen Geburt wir jedes Jahr aufs Neue Ende Dezember zu Weihnachten feiern. Im Grunde gibt es nur zwei Möglichkeiten, diese Zeit zu begehen. Entweder ist man furchtbar gestresst durch den anstehenden Geschenkekauf, die vielen Menschen, die unterwegs sind, die vielen Dinge, die noch zu erledigen sind oder man stimmt sich in diese besinnliche Zeit mit passender Weihnachtsmusik ein und trägt dann quasi vier Wochen lang ein geheimnisvolles Lächeln auf den Lippen. Daher kommt auch meine Frage: Gibt es in dieser Zeit auch eine Zeit für Trauer? Was tun, wenn der Verlust eines Menschen die Adventszeit begleitet? Wohin geht es mit diesem Schmerz, wenn die ganze Welt von Glöckchenklingeln erfüllt ist und wenn man selbst in der Kirche keinen direkten Trost findet, weil dort derzeit eben ganz freudig auf die Ankunft des Herrn gewartet wird?
Muss ich pünktlich zu den Festtagen wieder fröhlich sein und andächtige Lieder summen?

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3 Kommentare

Verfasst von - 9. Dezember 2012 in Allgemein, Gedanken

 

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3 Antworten zu “Gibt es eine Zeit für Trauer?

  1. Nenemama

    9. Dezember 2012 at 19:10

    Trauern im Advent ist leicht, weil es schon so dunkel ist und mir eh die Glücksgefühle des Frühlings fehlen. Trauern im Advent ist schwer, weil wir uns auf das Heil der Welt freuen (sollen/dürfen), obwohl ein Unheil hereingebrochen ist.
    Ich würde trotz Advent trauern, dabei freudige Gottesdienste meiden und mich auf die stille Zeit zwischen den Jahren freuen. Dann könnte ich wieder zu mir selbst kommen und mit neuem Mut in das neue Jahr schauen.
    Weihnachten würde ein Fest der Freude, der Lieder und der Musik werden – denn das Leben geht weiter!

     
    • Kiyachan

      10. Dezember 2012 at 15:15

      Ja, das Leben geht weiter, da hast du Recht. Mit der Trauer tue ich mich trotzdem schwer, sobald das Wochenende vorbei ist, das ich ganz zurückgezogen und allein verbringen kann. Der Alltag geht so entsetzlich normal weiter…

       
  2. calichino

    9. Dezember 2012 at 19:50

    Schöner Beitrag. Weißt du, man darf und kann immer trauern, natürlich auch zu Weihnachten. Weihnachten ist das Fest der Liebe, auch für die Toten, jene Menschen, die wir so sehr vermissen. Fröhlich sein muss niemand. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nach jedem schweren Trauerabschnitt die Zeit der Hoffnung kommt. So ist das Leben, ein ständiges Auf und Ab. Da die Sehnsucht oft gerade in der Weihnachtszeit besonders groß ist, wird auch die Hoffnung, die entsteht, eine ganz besondere sein.

     

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