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Schlagwort-Archive: nachdenken

Baustelle des Lebens

DSCF1463Aschermittwoch. Nach den letzten sechs so jecken Tagen beginnt nun die Fastenzeit. Es ist eine Zeit, in der man sich wieder auf sich selbst und auf seine Mitmenschen besinnen kann. Der Blick von meinem Arbeitsplatz aus auf eine Baustelle heute Morgen hat mir dann diesen Gedanken gebracht: 7 Wochen Zeit, an meiner ganz persönlichen Baustelle, meinem Leben weiterzuarbeiten. Vielleicht noch einmal die Baupläne zu rate ziehen und verändern, bevor es an die harte Arbeit geht: Überlegen, wo noch offene Stellen, noch nicht zu Ende Geführtes liegt.

Die Fastenaktion bei Chrismon steht dieses Jahr unter dem Motto „7 Wochen ohne Vorsicht“. Einfach mal drauflosleben und anderen Menschen vertrauen? Ich weiß nicht, ob auch das eine Baustelle ist, an der ich zu arbeiten habe. Ich werde es sehen.

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Verfasst von - 13. Februar 2013 in Allgemein, Gedanken

 

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Karsamstag: Die Scherben bleiben liegen

Gestern ging es um zerbrochene Träume, Hoffnungen und Leben, kurz: um Scherben in unserem Leben. Der Karsamstag müsste theoretisch noch immer der Trauer und dem Nachdenken vorbehalten sein, doch in Wirklichkeit ist es ein Tag des Dazwischen, zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Seit dem Frühstück sind wir beschäftigt, um alles für morgen vorzubereiten: Kuchen backen, Eier färben, Wohnung putzen, die letzten Einkäufe erledigen. Für das Nachdenken bleibt kaum Zeit.

Auch meine Osterbastelaktion ist heute zum abschluss gebracht worden. Eigentlich wollte ich ganz viele solche Seidenpapiereier basteln und sie verschenken. Dann habe ich aber gemerkt, wie viel arbeit das ist und bin stolz, dass ich es auf zumindest sieben Exemplare gebracht habe. Eigentlich war die Zahl rein willkürlich (nach sieben Eiern war das vorbereitete Seidenpapier aufgebraucht), aber als symbolische Zahl, kann man sie wohl so stehen lassen.Wie bei „not martha“ sehen sie übrigens auch nicht aus.

Jetzt packe ich gleich noch einmal die Geige aus, um mir die Osterlieder ein letztes Mal anzuschauen. Es klingt doch ganz so, als solle der Tag heute zwar mit Arbeit ausgefüllt sein, aber nicht so stressig wie der Karsamstag letztes Jahr werden. Aber da musste ich auch unbedingt fünf Kuchen backen. Und die Fenster putzen, was sich durch den Regen heute glücklicherweise erübrigt hat. Trotzdem schade, dass das sonnige Wetter nicht angehalten hat.

 
 

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Karfreitag: Alles in Scherben

Kunstaktion: ScherbenDas Thema des heutigen Karfreitags in unserer Gemeinde lautet: Hoffnug zerbricht. In einer Kunstaktion wurden Flaschen und Gläser zerhämmert und in Scherben geschlagen. Dabei wurden Texte gelesen, die von Situationen handeln, in denen etwas zerbrochen ist: eine Freundschaft, eine Beziehung, Träume, Vertrauen, Selbstwertgefühl.

Heute ist ein Tag des allgmeinen Innehaltens und Nachdenkens über unser Leben, unsere Hoffnung und über unsere Vergänglichkeit. Und das Schöne am heutigen Tag ist, dass wir genau wissen, dass er vorbeigehen wird. Man kann sich getrost seinen Grübeleien hingeben, ohne Angst haben zu müssen, die Sorgen und Ängste würden uns überwältigen, weil das Ende dieses Insichkehrens bereits im Vorhinein feststeht.

Vor einem Scherbenhaufen stehe ich derzeit zum Glück nicht. Das neue Semester hat begonnen und bringt Hoffnung und viele gute Vorsätze mit sich. Meine Zukunftsvorstellungen sind momentan vollständig rosig.
Aber ich kenne das Gefühl, vor einem solchen Haufen zu stehen und den Glauben, dass nichts mehr funktioniert, dass es nie wieder besser werden kann. Darüber werde ich heute -und morgen?- wohl noch ein wenig nachgrübeln, denn anscheinend bin ich immer wieder von dieser Überzeugung abgekommen. Außerdem werde ich über Zukunftsträume sinnieren. Das alles bei einem schönen Spaziergang im Sonnenschein, der rechtzeitig zu den Ostertagen eingetroffen ist – und hoffentlich noch eine Weile bleiben wird.

 
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Verfasst von - 6. April 2012 in Erlebtes, Gedanken

 

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