RSS

Völlige Freiheit…

… verbinde ich mit Wind im Gesicht, einem Sonnenstrahl und möglichst menschenleeren Orten. Daher liebe ich den Morgen und fühle mich am freiesten, wenn ich mich noch vor Sonnenaufgang auf den Weg mache. Das ist leider nicht allzu oft der Fall, weil das kuschelige, warme Bett dann doch die besseren Argumente hat als das kalte, feuchte und noch halbdunkle Draußen.

Schau mal, eine Bergspitze!

Oh! Schau mal, man kann etwas sehen!

Eine neugefundene Alternative sind Berge in einer Höhe über 2000 m an einem regnerischen, vernebelten Tag. Mit meinem Liebsten habe ich im Urlaub die Tiroler Berge erklommen und wir haben das etwas durchwachsene Wetter schätzen gelernt. Bei dickem Nebel ist sonst kaum jemand auf den Bergpfaden unterwegs und der Nebel verschluckt die ganze Welt um einen herum, die anderen Menschen und die Stadt im Tal, die Geräusche und es bleibt nur das Stückchen Weg vor einem. Wenn nichts mehr auf der Welt exisitiert, dann gibt es auch nichts mehr, über das man sich Gedanken machen muss. Wir haben diesen Tag sehr genossen und haben um so mehr die Münder aufgerissen und die Kamera gezückt, wenn sich der Nebel dann doch mal lichtete und eine Bergspitze sichtbar wurde.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 9. September 2014 in Erlebtes

 

#wordsavedmyday

Immer wieder in der letzten Zeit, wenn ich schon müde war und mein Laptop auch von unserer gemeinsamen Anstrengung, meinen Gedanken Ausdruck und Gestalt zu verleihen, auf dass die Masterarbeit endlich vollendet würde, hat mir mein Textverarbeitungsprogramm eine kleine Aufmunterung vergönnt. Die Rechtschreib- und Grammatikprüffunktion von MS Word funktioniert ja immer besser und das Programm ist ja auch lernfähig. Nun fürchte ich, dass das Programm langsam eine Eigenintelligenz entwickelt, die es schon bald mit uns Menschen aufnehmen können wird. Aus heiterem Himmel unterkringelt mir Word Wörter, die mir nach mehrfacher Prüfung des Kontextes und der Schreibweise korrekt gesetzt scheinen. Mit einem Rechtsklick lasse ich mir die Verbesserungsvorschläge anzeigen – und ein Lächeln huscht über mein Gesicht.

Word-Schnipsel 1
Word-Schnipsel 2
Word-Schnipsel 3

word  agein

Statt von Marsbewohnern sollte ich stets von Margarinewürfeln schriben und das Wort Religionsgemeinschaften durch Religionskriege ersetzen. Das würde meiner Arbeit eine leicht verwirrende aber sehr interessante Note verleihen. Seltsamerweise kommt dieses Phänomen nur dann vor, wenn ich mehrere Stunden am Stück über der Worddatei saß. Möchte mir Word den Tag versüßen? Oder versucht es doch, mir auf diese Weise eine Nachricht zukommen zu lassen? Was ist die geheime Botschaft hinter den Wortschnipseln?

 
4 Kommentare

Verfasst von - 30. Juni 2014 in Erlebtes

 

Schlagwörter: ,

Bild

Kreative Tierschützer

Kreative Tierschützer

Ein Straßenschbild, das ich in Wien gefunden habe. Ich frage mich, wozu der Aufkleber “Eating Animals” sonst so gebraucht wird…

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 24. Juni 2014 in Erlebtes, Gedanken

 

Schlagwörter: , , , , ,

Kurz vor der Niederkunft

Gut neuen Monate sind seit meinem letzten Eintrag vergangen. Neun Monate waren das, in denen ich mit meiner Masterarbeit schwanger umherlief und sie nach und nach wachsen und sich regen spürte. Nun stehe ich kurz vor der Niederkunft. Noch ein paar Wochen, dann habe ich meinen Abgabetermin.
Neun Monate lang habe ich mich aus dem Internetleben komplett zurückgezogen, habe mir viele Gedanken gemacht, über mich, mein Leben, meine Zukunft. Jetzt ist es langsam an der Zeit, hierher zurückzukehren. Es kribbelt mir schon etwas länger wieder in den Fingern, in die Tasten zu hauen und mal ein paar Zeilen außerhalb des Abschlussarbeitsrahmens zu verfassen.
Dabei sind neun Monate gewiss nicht ausreichend, mein eigenes Leben geschweige denn das von Karl Kraus zu überdenken, um den sich meine Masterarbeit dreht. Dieser Mann hat es mir angetan – und seine Zeit samt einem ganzen Weltkrieg. Wer weiß, was sich aus dieser Mischung – Kraus und Kiya – demnächt noch ergibt.

 
4 Kommentare

Verfasst von - 23. Juni 2014 in Allgemein

 

Schlagwörter: ,

Verschwörungstheorien

Schon vor einer ganzen Weile hat sich bei den Gänsen auf dem benachbarten Biobauernhof eine Ente eingeschlichen. In ihrem Verhalten hat sie sich den weißen Tieren bereits nahezu perfekt angeglichen – lediglich ihr braunes Federkleid enttarnt sie bis heute. Und irgendwann ist mir klar geworden: Das muss ein Spion sein. Ein Entenspion, der entweder geschickt wurde, die gänsischen Verhaltensmuster zu erforschen oder aber den menschlichen Mastbetrieb in der Biobranche ins Auge zu nehmen.

Im Zuge meiner Masterarbeit beschäftige ich mich mit dem Ersten Weltkrieg und als ich da über den Begriff der Entente gestolpert bin, habe ich bemerkt, dass sich da zwei Enten im Wort versteckt haben. Das kann doch kein Zufall sein…

 
7 Kommentare

Verfasst von - 19. September 2013 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Video

I would walk 500 miles

Mein Bruder hat mich vor kurzem gefragt, ob wir für die Hochzeit gerne einen bestimmten Spruch als Motto hätten. Und ganz spontan ist uns die Liedzeile “I would walk 500 miles” eingefallen, weil wir seit Wochen diesen Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

Auch der Text ist kitschig-süß genug, um bein einer Hochzeit eine größere Rolle spielen zu können.

When I wake up, well I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who wakes up next to you
When I go out, yeah I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who goes along with you

But I would walk 500 miles
And I would walk 500 more
Just to be the man who walks a thousand miles
To fall down at your door

Setzt man an das “man” ein Sternchen und denkt sich das “Schrägstrich woman” dazu, wäre dann auch aus feministischer Perspektive an folgender Strophe nichts mehr auszusetzen:

When I’m working, yes I know I’m gonna be
I’m gonna be the man who’s working hard for you
And when the money comes in for the work I do
I’ll pass almost every penny on to you

Leider ist “I would walk 500 miles” kein gutes Motto, wenn nicht jeder das Lied von The Proclaimers kennt. Alternative dazu ist Franz Grillparzers (aus dem ontext gerissener) Satz: “Ich suchte dich und habe mich gefunden.”

Welches Motto gefällt euch besser?

 
2 Kommentare

Verfasst von - 10. Juli 2013 in Allgemein

 

Schlagwörter: , , , , ,

Haarige Angelegenheiten

DSCF1600

Da war er noch da

Habt ihr auch schon mal diese Geschichte gehört? Als Kind hat man in einer kreativen Minute die Schere (Küchen-, Bastel- oder Nagelschere) zur Hand genommen, um sich selbst eine neue Frisur zu verpassen. Im besten Fall hat nur der Pony dran glauben müssen. Und wie dann die Eltern quasi aus den Schuhen gekippt sind, wenn sie das Ergebnis gesehen haben, weil am nächsten Tag die Kommunion des Cousins anstand. Als Erwachsener kann man mit solchen Anekdoten Gäste und Freunde unterhalten und ruft so manches Schmunzeln hervor, weil die meisten ein ähnliches Erlebnis in der Kindheit vorzuweisen haben. Ab sofort kann auch ich unter die Anekdotenerzählerinnen gehen.

Vorab: Ich bin erkältet und fühle mich mies und krank. Leider zeigt das Fieberthermometer keine Temperatur an, die mein Vergehen in irgendeiner Weise noch erklären könnte. Aber wenn es draußen 27°C sind und man sich selbst mit zehn Grad mehr rumwälzt und alles unerträglich wird, dann kann man schon auf dumme Gedanken kommen.

Für die bevorstehende Hochzeit in acht Wochen lasse ich schon seit einiger Zeit meine Haare wachsen und ich bin ganz beglückt, wie fröhlich sie vor sich hin wuchern und an Länge zunehmen. Dummerweise wächst auch der Pony mit, piekst irgendwann in die Augen und wird so lang, dass man irgendwann gar nichts mehr sehen kann. Anfangs kann man da noch mit dem Föhn gegensteuern, aber sobald die 5 cm-Marke unterhalb der Augenbrauen erreicht ist, kann man nur noch mit Spängchen weiterhelfen. Oder mit einem Friseurbesuch. Aber wer geht schon zum Friseur, um sich den Pony schneiden zu lassen? Wegen so einer Lappalie! Pah! Also her mit Spängchen und vielen Tipps und Tricks, wie man das verfluchte Ding aus den Augen bekommt.

Und dann kam die Erkältung und die Hitze draußen…

Muss ich noch weitererzählen? Die Schere lag einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und eh ich mich versah, war da wieder Tageslicht vor den Augen. Die Ernüchterung folgte beim ersten Blick in den Spiegel. Ich frage mich, ob Außenstehende es mir vielleicht abnehmen werden, dass die Frisur bewusst so gewählt ist. Mein Schatz zumindest meint, ich sähe mit der neuen Frisur süß aus. Wahrscheinlich wie ein zehnjähriges Mädchen, das mit der Bastelschere an sich herumgedoktert hat.
Wenn ich mein wahres Alter verheimliche und die Geschichte so erzähle, als sei sie meinem zehnjährigen Ich passiert, habe ich ab sofort auch immer eine gute Anekdote auf Lager.

Einziges Trostpflaster ist, dass die Haare in acht Wochen wieder um zwei Zentimeter gewachsen sein werden und man meinen Fauxpas spätestens nach dem Friseurbesuch in vier Wochen, an dem die Brautfrisur geprobt wird, (hoffentlich) nicht mehr zu sehen sein wird.

 
4 Kommentare

Verfasst von - 6. Juli 2013 in Allgemein, Erlebtes

 

Schlagwörter: , , , , ,

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: